Transparenz · Redaktion

Redaktion und Quellen bei PrevNet

Wie unsere Artikel entstehen, nach welchen Regeln wir Quellen auswählen, wie oft wir prüfen, wie wir mit Fehlern umgehen und wo die Grenzen eines Informationsportals liegen.

Bei Gesundheitsthemen entscheidet die Arbeitsweise über die Verlässlichkeit. Diese Seite legt offen, wie wir in der Redaktion PrevNet arbeiten: welche Quellen wir nutzen, wie ein Artikel entsteht, wann und wie wir aktualisieren, wie wir Korrekturen behandeln und was wir bewusst nicht tun. Sie ist kein Qualitätssiegel, sondern eine Beschreibung, an der Sie uns messen können.

Wer die Redaktion ist

Die Redaktion PrevNet ist Teil der medienplus GmbH, die das Portal betreibt. Wir kennzeichnen Artikel mit dem Redaktionsnamen und verzichten bewusst auf Autorenporträts mit erfundenen Titeln. Keine der beteiligten Personen ist Ärztin, Arzt, Psychotherapeut oder Suchttherapeut. Das ist der Grund warum unsere Texte sich konsequent auf externe Fachquellen stützen und warum wir in jedem Artikel sagen, ob eine Fachprüfung stattgefunden hat. Sobald externe Fachleute Artikel prüfen, werden sie mit Namen, Qualifikation und Prüfdatum genannt. Bis dahin steht in jedem Artikel, dass diese Prüfung noch aussteht.

Welche Quellen wir nutzen

Wir bevorzugen Quellen, die fachlich anerkannt, öffentlich zugänglich und unabhängig von kommerziellen Interessen sind. Im Kern sind das:

  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) für Überblicke, Zahlen und das Suchthilfeverzeichnis
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit drugcom.de und den Telefonberatungen
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Klassifikationen wie Glücksspiel- und Computerspielstörung
  • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) über gesundheitsinformation.de
  • Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), soweit sie gültig sind
  • Die tatsächlichen Anbieter der Hilfsangebote für Rufnummern, Zeiten und Kosten

Quellen die veraltet sind, prüfen wir besonders kritisch. Eine amtliche Herkunft allein ist keine Garantie für Aktualität: Mehrere ältere Gesundheitsseiten nennen noch Grenzwerte für Alkohol, die die DHS nicht mehr vertritt. Leitlinien verwenden wir nur, wenn ihre Gültigkeit nicht abgelaufen ist; eine abgelaufene Leitlinie zu Medikamenten führen wir deshalb ausdrücklich nicht als Grundlage. Historische Dokumente dienen der Geschichte, nicht der Behandlung. Pro Artikel nennen wir im allgemeinen zwei bis acht Quellen mit direktem Link auf die passende Seite oder das Dokument.

Wie ein Artikel entsteht

Am Anfang steht eine Leserfrage, nicht ein Suchbegriff: Woran erkenne ich ein Problem? Wie läuft Beratung ab? Welche Hilfe passt zu meiner Situation? Daraus entsteht eine Gliederung, die mit einer kurzen direkten Antwort beginnt und dann einordnet: Bedeutung, Anzeichen, Risiken, Hilfe, Angehörige, häufige Fragen, Quellen. Wir schreiben in der Anrede Sie, erklären Fachbegriffe beim ersten Auftreten und verlinken sie ins Glossar. Wer einen Artikel liest soll am Ende wissen, was der nächste sinnvolle Schritt ist, und wo er ihn gehen kann.

Drei Regeln gelten für jeden Text. Erstens trennen wir sprachlich zwischen Konsum, riskantem Konsum und diagnostizierter Abhängigkeit; Hilfe bleibt in jedem Fall zugänglich. Zweitens geben wir keine Anleitungen zu Dosierung, Absetzen oder Selbstbehandlung; das gehört in die ärztliche Behandlung. Drittens kennzeichnen wir jedes Hilfsangebot als extern und nennen Anbieter, Zweck, Kosten, Zeiten, Quelle und Prüfdatum. Zahlen erhalten, wo immer möglich, Erhebungsjahr und Bezugsgröße; wo wir das nicht leisten können, formulieren wir die Größenordnung zurückhaltend.

Prüfung, Aktualisierung und Kennzeichnung

Jeder Fachartikel trägt ein Veröffentlichungsdatum und das Datum der letzten inhaltlichen Prüfung durch die Redaktion. Rufnummern, Erreichbarkeiten und zentrale Hilfelinks gleichen wir monatlich mit den Anbieterseiten ab. Medizinische Artikel prüfen wir mindestens einmal jährlich vollständig und früher, wenn sich Leitlinien, Empfehlungen oder gesetzliche Grundlagen ändern. Das Änderungsdatum erhöhen wir nur bei tatsächlichen inhaltlichen Änderungen, nicht zur Vortäuschung von Aktualität. Zeigt sich ob eine Aussage überholt ist, korrigieren wir sie und vermerken das.

Eine medizinische Fachprüfung durch externe Expertinnen oder Experten ist etwas anderes als die redaktionelle Prüfung. Sie wird nur ausgewiesen, wenn sie stattgefunden hat, und dann mit Name, Qualifikation und Datum. Zum Start des Portals liegt sie für keinen Artikel vor. Wir halten das für ehrlicher als ein pauschales Siegel.

Korrekturen und Hinweise

Fehler passieren, und wir möchten davon erfahren. Hinweise auf falsche oder veraltete Inhalte, Rufnummern und Links nehmen wir über die Supportadresse im Impressum entgegen. Wir prüfen jeden Hinweis anhand der Quellen und korrigieren des öfteren innerhalb weniger Tage. Bei inhaltlich relevanten Korrekturen aktualisieren wir das Prüfdatum des Artikels. Die Frage ob ein Hinweis berechtigt ist, entscheiden die Quellen, nicht die Lautstärke. Persönliche Beratungsanliegen können wir über diese Adresse nicht beantworten; dafür verweisen wir auf die externen Hilfsangebote.

Was wir nicht tun

  • Keine Beratung, keine Diagnosen, keine Behandlungsempfehlungen für den Einzelfall.
  • Keine eigenen Selbsttests; wir verlinken auf etablierte Instrumente der Fachstellen.
  • Keine Kommentare, Foren oder Erfahrungsberichte, weil wir eine fachliche Moderation nicht gewährleisten können.
  • Keine Sammlung von Gesundheitsdaten: kein Kontaktformular, keine Newsletter; Webanalyse nur nach Einwilligung und ohne Angaben zu Gesundheit oder Konsum.
  • Anzeigen nur nach Einwilligung, als „Anzeige“ gekennzeichnet und ohne Einfluss auf die Inhalte; keine Anzeigen auf Hilfe- und Notfallseiten.
  • Keine erfundenen Autoren, Prüfer, Studien oder Zahlen.

Wer zum ersten mal auf PrevNet liest, soll diese Grenzen kennen, um die Inhalte richtig einzuordnen. Alles weitere, von der Themenauswahl bis zur Reihenfolge künftiger Erweiterungen, richtet sich nach dem tatsächlichen Informationsbedarf der Leser. Was als nächstes entsteht, erfahren Sie auf der Startseite.

Autor: Redaktion PrevNet. Veröffentlicht am 2. Oktober 2026. Diese Seite beschreibt den Arbeitsprozess und enthält keine medizinischen Inhalte.

Häufige Fragen

Fragen, die oft gestellt werden

Wer schreibt die Texte?

Die Texte entstehen in der Redaktion PrevNet, die von der medienplus GmbH betrieben wird. Wir kennzeichnen Artikel bewusst mit dem Redaktionsnamen und nicht mit erfundenen Expertenprofilen. Keine der beteiligten Personen ist Ärztin, Arzt oder Suchttherapeut; deshalb stützen sich alle fachlichen Aussagen auf die genannten Quellen und nicht auf eigene klinische Erfahrung.

Werden die Artikel medizinisch geprüft?

Zum Start des Portals noch nicht durch externe Fachleute. Wir weisen das in jedem Artikel offen aus. Eine fachliche Prüfung wird erst dann angegeben, wenn sie tatsächlich stattgefunden hat, mit Name, Qualifikation und Datum der prüfenden Person. Bis dahin gilt: Die Inhalte sind sorgfältig recherchiert, aber keine ärztliche Aussage.

Wie aktuell sind die Angaben zu Telefonnummern und Zeiten?

Jede Hilfebox nennt das Datum der letzten Prüfung. Wir gleichen Rufnummern, Erreichbarkeiten und Kosten regelmäßig mit den Websites der Anbieter ab. Maßgeblich sind immer die Angaben des Anbieters selbst. Wenn Ihnen eine Abweichung auffällt, melden Sie sie bitte über die Supportadresse im Impressum.

Warum gibt es keine Kommentare oder Erfahrungsberichte?

Weil wir sie nicht verantworten könnten. Erfahrungsberichte zu Konsum, Entzug oder Medikamenten können andere Leser gefährden, und eine fachliche Moderation rund um die Uhr ist für ein kleines Portal nicht leistbar. Austausch mit anderen Betroffenen bieten Selbsthilfegruppen und moderierte Foren der Fachstellen besser als wir.

Nächster Schritt

Messen Sie uns an dieser Seite.

Wenn ein Artikel von den hier beschriebenen Regeln abweicht, möchten wir das wissen. Für persönliche Fragen sind die externen Hilfsangebote da.