Zwei Erwachsene sitzen auf einem Sofa und sprechen aufmerksam miteinander, daneben der PrevNet-Schriftzug
Informationen zu Sucht und Prävention

Sucht verstehen und passende Hilfe finden

Verständliche Informationen zu Alkohol, Drogen, Medikamenten, Nikotin, Glücksspiel und digitalen Medien. Für Betroffene, Angehörige und alle, die mehr wissen möchten.

PrevNet informiert. Persönliche Beratung und Behandlung bieten externe Fachstellen, auf die wir an den passenden Stellen hinweisen.

Themen

Worüber möchten Sie sich informieren?

Sechs Einstiege in die wichtigsten Themenfelder. Jeder Bereich erklärt, woran man ein Problem erkennt, welche Risiken bestehen und welche Hilfe es gibt. Alle weiteren Themen, von Kaufsucht bis Sucht im Alter, finden Sie unter Süchte im Überblick.

Einstiege

Für wen PrevNet geschrieben ist

Menschen kommen mit sehr unterschiedlichen Fragen auf dieses Portal. Drei typische Ausgangslagen und der jeweils sinnvolle erste Schritt.

Betroffene

Sie fragen sich, ob Ihr eigener Konsum noch im Rahmen liegt

Vielleicht trinken Sie seit einiger Zeit mehr als früher oder merken, dass das Spielen am Automaten mehr Geld verschlingt als geplant. Solche Fragen sind kein Beweis für eine Abhängigkeit, aber ein guter Grund genauer hinzuschauen. Die Themenseiten helfen, die eigene Situation zu verstehen, und zeigen, wo eine vertrauliche Beratung möglich ist.

Themen im Überblick →
Angehörige

Jemand, der Ihnen nahesteht, hat ein Suchtproblem

Angehörige tragen oft lange still mit, decken Ausfälle und hoffen auf Besserung. Dabei geraten die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick. PrevNet erklärt, wie Gespräche gelingen können, warum Grenzen wichtig sind und welche Angebote sich an Partner, Eltern und Kinder richten.

Informationen für Angehörige →
Eltern

Sie machen sich Sorgen um den Konsum Ihres Kindes

Jugendliche probieren aus, und nicht jeder Konsum ist gleich eine Sucht. Trotzdem gibt es Situationen in denen Eltern zu Recht aufmerksam werden: Leistungsabfall, Rückzug, Geldprobleme oder auffällige Verhaltensänderungen. Hier finden Sie Hinweise für das Gespräch und Hilfen, die sich an Familien und junge Menschen wenden.

Wenn Jugendliche konsumieren →
Prävention

Vorbeugen heißt nicht verbieten

Suchtprävention wirkt am besten lange bevor ein Problem sichtbar wird. Sie stärkt Menschen darin, Belastungen auszuhalten, Nein zu sagen und frühzeitig über Schwierigkeiten zu sprechen.

Viele verbinden mit Prävention noch immer abschreckende Plakate. Die Fachwelt versteht darunter heute etwas anderes: Schutzfaktoren aufbauen und Risikofaktoren verringern. Dazu gehören stabile Beziehungen, ein gutes Selbstwertgefühl, Wissen über Wirkungen und Risiken und Erwachsene, die im Alltag ein verlässliches Vorbild sind. Wer sich zum ersten mal mit dem Thema beschäftigt, ist oft überrascht wie viel davon ganz normaler Familien- oder Schulalltag ist.

Für Eltern bedeutet Prävention vor allem, mit Kindern und Jugendlichen im Gespräch zu bleiben. Verbote allein helfen wenig, wenn sie nicht erklärt werden. Besser sind klare Regeln, die begründet sind, und die Bereitschaft auch unangenehme Themen anzusprechen. In Schulen und Betrieben geht es um Programme, die Lebenskompetenzen fördern, und um Ansprechpersonen, an die man sich ohne Angst vor Nachteilen wenden kann.

Prävention endet nicht beim Nichtkonsum. Sie schließt den Blick auf Verhaltensweisen ein, die ebenfalls zur Sucht werden können, etwa Glücksspiel oder exzessives Spielen am Bildschirm. Und sie umfasst Frühintervention: Wer früh merkt, dass etwas aus dem Ruder läuft, hat deutlich bessere Chancen als jemand, der jahrelang wartet. Die Präventionsseite von PrevNet vertieft diese Punkte für Familie, Schule und Arbeitsplatz.

Orientierung

Was dieses Portal leistet und was nicht

PrevNet ist ein Informationsangebot. Es erklärt, ordnet ein und zeigt Wege zu Hilfe. Diagnosen, Beratung und Behandlung bleiben Aufgabe von Fachleuten.

50+Themenseiten

Von Alkohol bis Trading, von Lootboxen bis Sucht im Alter, gebündelt in der Themenübersicht.

20Begriffe im Suchtglossar

Von Abhängigkeit bis Co-Abhängigkeit kurz erklärt, mit Verweis auf die passenden Artikel und Hilfsangebote.

112Notruf bei Lebensgefahr

Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot oder Krampfanfällen zählt jede Minute. Der Notruf 112 ist ein externer Dienst, keine Suchtberatung.

116 117Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Für dringende Beschwerden ohne Lebensgefahr, bundesweit, rund um die Uhr und kostenlos. Ebenfalls ein externer Dienst.

Externe Hilfe

Bestehende Hilfsangebote im Überblick

Alle hier genannten Angebote werden von anderen Trägern betrieben. PrevNet nennt sie, weil sie fachlich geeignet und frei zugänglich sind. Mit einem Klick oder Anruf wechseln Sie zum jeweiligen Anbieter.

Externe Beratungs- und Hilfsangebote für Deutschland
AnliegenAngebot (extern)Erreichbarkeit und Kosten
Beratungsstelle in Ihrer NäheDHS-SuchthilfeverzeichnisSuche nach Ort, Thema und Zielgruppe. Die Einrichtungsdaten beruhen auf Selbstauskünften.
Anonyme OnlineberatungDigiSuchtKostenlos und anonym, Registrierung auf der Beratungsplattform.
Sucht- und Drogenfragen am TelefonSucht & Drogen Hotline: 01806 313031Täglich von 8 bis 24 Uhr. 0,20 Euro je Anruf aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz.
Fragen zur SuchtvorbeugungBIÖG-Infotelefon: 0221 892031Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. Festnetztarif Ihres Anbieters. Schwerpunkt Prävention und Vermittlung.
GlücksspielsuchtBIÖG-Telefonberatung: 0800 1372700Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. Kostenlos.
RauchstoppBIÖG-Telefonberatung: 0800 8313131Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. Kostenlos.
Drogenfragen per E-Mail oder Chatdrugcom.de BeratungZeiten der Chatberatung beim Anbieter prüfen.
Kinder und JugendlicheNummer gegen Kummer: 116 111Montag bis Samstag 14 bis 20 Uhr. Aus Deutschland kostenlos.
Kinder aus suchtbelasteten FamilienHilfen im NetzAngebote von NACOA und KidKit. Keine Notrufstelle.
Lebensbedrohlicher NotfallNotruf: 112Rund um die Uhr. Keine reguläre Suchtberatung.
Dringende Beschwerden ohne LebensgefahrÄrztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117Bundesweit, rund um die Uhr, kostenlos.

Angaben nach den Websites der jeweiligen Anbieter, zuletzt geprüft am 2. Oktober 2026. Rufnummern, Zeiten und Kosten werden regelmäßig geprüft; maßgeblich sind immer die Angaben des Anbieters.

Welche Hilfe passt zu welcher Situation?

Eine Suchtberatungsstelle vor Ort ist im allgemeinen der beste erste Schritt, wenn Sie persönlich mit jemandem sprechen möchten. Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und auch für Angehörige offen. Niemand muss dort eine Diagnose mitbringen. Wer lieber zunächst anonym bleibt oder abends Zeit hat, findet mit den Telefon- und Onlineangeboten einen niedrigschwelligen Zugang. Für medizinische Fragen, etwa zu einem Entzug oder zu Medikamenten, ist die Hausärztin oder der Hausarzt eine gute Anlaufstelle. Alles weitere, von Selbsthilfegruppen bis zur Rehabilitation, erklärt die Hilfeseite von PrevNet Schritt für Schritt.

Glossar

Begriffe aus Sucht und Suchthilfe verständlich erklärt

Wer Sucht verstehen will, stößt schnell auf Fachbegriffe: Craving, Toleranzentwicklung, qualifizierter Entzug, Substitution. In Gesprächen mit Ärzten oder Beratungsstellen tauchen sie wie selbstverständlich auf. Das Suchtglossar von PrevNet erklärt 20 dieser Begriffe in eigenen Artikeln, mit Definition, Abgrenzung, Alltagsbeispielen und Hinweisen darauf welche Hilfe jeweils in Frage kommt. Vier Beispiele:

Craving
Ein starkes, oft plötzliches Verlangen nach einer Substanz oder einem Verhalten. Craving ist ein zentrales Merkmal von Abhängigkeit und kann auch nach langer Abstinenz auftreten, zum Beispiel ausgelöst durch bestimmte Orte, Gefühle oder Situationen.
Riskanter Konsum
Konsum, der die Wahrscheinlichkeit gesundheitlicher oder sozialer Schäden erhöht, ohne dass bereits eine Abhängigkeit vorliegt. Der Begriff hilft, Probleme früh zu erkennen, bevor sie sich verfestigen.
Qualifizierter Entzug
Eine Entzugsbehandlung, die über die reine körperliche Entgiftung hinausgeht und psychotherapeutische, motivierende und sozialarbeiterische Elemente einschließt. Ziel ist, den Übergang in eine weiterführende Behandlung vorzubereiten.
Co-Abhängigkeit
Ein umstrittener Begriff für Verhaltensmuster von Angehörigen, die eine Sucht ungewollt stützen. PrevNet erklärt ihn mit der nötigen Kritik, denn Angehörige tragen keine Schuld an der Erkrankung eines anderen Menschen.
Über dieses Portal

Wer hinter PrevNet steht

PrevNet ist ein privat betriebenes Informationsportal der medienplus GmbH, einer Werbeagentur aus dem Raum Bonn. Die Domain prevnet.de haben wir übernommen und führen unter diesem Namen ein Informationsangebot zur Suchtprävention fort: eigenständig, ohne amtliche Trägerschaft und ohne Verbindung zu Behörden, Krankenkassen oder Bundesinstituten. Wer wissen möchte wer dahintersteht und wie wir arbeiten, findet auf der Über-Seite etwas neues und Nachvollziehbares.

Die Texte entstehen in der Redaktion PrevNet auf Grundlage öffentlich zugänglicher Fachquellen, vor allem der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, der WHO und einschlägiger Leitlinien. Jeder Fachartikel nennt seine Quellen und das Datum der letzten inhaltlichen Prüfung. Eine medizinische Fachprüfung wird nur angegeben, wenn sie tatsächlich stattgefunden hat. Hilfsangebote wählen wir nach fachlicher Eignung aus und kennzeichnen sie als extern. Was als nächstes auf dem Portal erscheint, entscheidet der tatsächliche Informationsbedarf der Leser.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Bietet PrevNet selbst Beratung an?

Nein. PrevNet informiert und zeigt Wege zu bestehenden Hilfsangeboten. Persönliche Beratung, Diagnosen und Behandlung übernehmen Suchtberatungsstellen, Ärztinnen und Ärzte, Kliniken und Selbsthilfegruppen. Wir nennen diese Angebote, wenn sie fachlich geeignet und frei zugänglich sind, und kennzeichnen sie als extern.

Woran erkenne ich, ob ich abhängig bin?

Eine Abhängigkeit ist eine medizinische Diagnose, die nur Fachleute stellen können. Typische Hinweise sind ein starkes Verlangen, Kontrollverlust über Menge oder Dauer, Weiterkonsum trotz negativer Folgen, Vernachlässigung anderer Interessen und körperliche Entzugserscheinungen. Wenn Sie sich in mehreren Punkten wiedererkennen, lohnt sich ein Gespräch mit einer Beratungsstelle. Hilfe steht Ihnen auch ohne Diagnose offen.

Sind die Beratungsangebote kostenlos und anonym?

Suchtberatungsstellen beraten in Deutschland kostenlos und vertraulich. Die Onlineberatung über DigiSucht ist kostenlos und anonym möglich. Bei den Telefonangeboten gelten die oben genannten Konditionen; die Hotline für Sucht- und Drogenfragen kostet 0,20 Euro je Anruf, die BIÖG-Beratungen zu Glücksspiel und Rauchstopp sind kostenlos. Maßgeblich sind immer die Angaben des jeweiligen Anbieters.

Was tun, wenn jemand nach Alkohol oder Drogen bewusstlos ist?

Rufen Sie sofort den Notruf 112. Bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage, halten Sie sie warm und bleiben Sie bei ihr, bis Hilfe eintrifft. Sagen Sie den Rettungskräften, was konsumiert wurde, soweit Sie es wissen. Das hilft bei der Behandlung und hat für Sie keine Nachteile. Eine Suchtberatung ist für solche Situationen nicht zuständig.

Warum sind die Alkohol-Grenzwerte auf anderen Seiten anders?

Die Fachempfehlungen haben sich verändert. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen nennt keine vermeintlich sicheren Mengen mehr und empfiehlt, möglichst wenig oder keinen Alkohol zu trinken. Ältere Seiten, auch von öffentlichen Stellen, enthalten teilweise noch frühere Mengenangaben. PrevNet richtet sich nach dem aktuellen Stand und nennt bei jedem Artikel die Quelle und das Prüfdatum.

Der nächste Schritt

Der nächste Schritt darf klein sein.

Ein Anruf bei einer Beratungsstelle, eine anonyme Onlineberatung oder ein Gespräch mit dem Hausarzt: Jeder dieser Wege ist ein Anfang. Die Angebote stammen von externen Trägern und sind frei zugänglich.